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Einleitung zur sächsischen Fußball-Geschichte
In der nachfolgenden Übersicht soll die Geschichte des
sächsischen Fußballes anhand der Geschichte und dem Abschneiden
sächsischer Vereine dokumentiert werden.
Wenn sich heute die Frage stellt, welcher Verein zu Sachsen
gehört, läßt sich mit geeignetem Kartenmaterial leicht
feststellen, welcher Verein in Sachsen beheimatet ist und welcher nicht.
Doch schon bei Betrachtung der jüngeren Vergangenheit kommen Zweifel
auf, schließlich gab es Sachsen als Verwaltungseinheit zwischen 1952
und 1990 nicht.
Zwischen 1815 und 1945 änderten sich die Grenzen
Sachsens, ob als Königreich (bis 1919) oder Freistaat (bis 1945),
nicht. Das Territorium war entstanden, nachdem das damalige Königreich
Sachsen als Folge des während der Befreiungskriege aufrecht erhaltenen
Bündnisses mit Napoleon während des Wiener Kongresses 1815 zur
Abtretung von über der Hälfte seines Territoriums an das Königreich
Preußen gezwungen wurde.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurden die Gebiete
östlich der Neiße von Deutschland abgetrennt. Für Sachsen
ging es dabei nur um das relativ kleine, heute zu Polen gehörende
Gebiet, welches sich östlich der Lausitzer Neiße und südlich
von Radmeritz (heute Radomierzyce) erstreckt mit der größten
Stadt Reichenau (heute Bogatynia). Durch die Auflösung von Preußen
kam im Gegenzug das westlich der Neiße gelegene Gebiet der preußischen
Provinz Schlesien an Sachsen, welches derart am 7.10.1949 ein Land der
DDR wurde.
Doch schon bald wurden die Länder der DDR aufgelöst
und an deren Stelle traten 15 Bezirke. Sachsen wurde am 23.7.1952 hauptsächlich
in die Bezirke Dresden, Chemnitz (ab 1953 Karl-Marx-Stadt) und Leipzig
aufgeteilt, kleinere Teile kamen an die Bezirke Cottbus (Kreise Weißwasser
und Hoyerswerda) und Gera (Gebiet um Pausa und Mühltroff). Doch die
Grenzen der Bezirke stimmten nicht mit denen des alten Landes Sachsen überein.
So umfaßte der Bezirk Leipzig zusätzlich noch die Kreise Delitzsch,
Torgau und Eilenburg des Landes Sachsen-Anhalt sowie die Kreise Schmölln
und Altenburg des Landes Thüringen.
Nach dem Zusammenbruch des politischen Systems in der
DDR in den Jahren 1989 und 1990 sollten die Länder zum Oktober 1990
wieder neu entstehen. Der Beitritt der DDR zur BRD am 3.10.1990 kam diesem
Ereignis jedoch zuvor. Sachsen wurde Bundesland der Bundesrepublik Deutschland,
was wiederum mit territorialen Veränderungen einher ging. Die bisherigen
Bezirke der DDR Chemnitz (bis 31.5.1990 Karl-Marx-Stadt) und Dresden bildeten
fortan Sachsen mit dem Bezirk Leipzig, aber ohne die Kreise Schmölln
und Altenburg, welche wieder an das Land Thüringen gingen. Die bis
1952 zu Sachsen-Anhalt gehörenden Kreise Delitzsch, Torgau und Eilenburg
blieben Teil des Bezirkes Leipzig und wurden somit sächsisch. Hinzu
kamen die Kreise Weißwasser und Hoyerswerda des bisherigen Bezirkes
Cottbus, wobei nun die Grenze zwischen Brandenburg und Sachsen gegenüber
dem Stand von 1952 leicht korrigiert wurde. Dies hatte zur Folge, daß
das Gebiet Tettau-Ortrand-Ruhland-Hohenborka zum Bundesland Brandenburg
kam, während Lauta zu Sachsen wechselte. Auch das Gebiet um Pausa
und Mühltroff des bisherigen Bezirkes Gera ging wieder an Sachsen.
Wenn also in der nachfolgenden Aufstellung von sächsischen
Vereinen während der Zeit der DDR die Rede ist, liegen die Landesgrenzen
von 1952 zugrunde. Für die Zeit ab 1990 sind die Grenzen des heutigen
Bundeslandes Sachsen maßgebend. In den Tabellen der Bezirksligen
Leipzig, Dresden, Chemnitz/Karl-Marx-Stadt, Cottbus und Gera sind demnach
sächsische Teams gemäß der Grenzziehung von 1952 hervorgehoben.
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