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Alle deutschen Meister


Übersicht  -  Erläuterungen zu den Verbänden


Übersicht

 

 

DFB / DRL / NSRL / DFA

 

 

 

 

1903

VfB Leipzig

 

 

 

 

1904

Meisterschaft abgebrochen

 

 

 

 

1905

Union 92 Berlin

 

 

 

 

1906

VfB Leipzig

 

 

 

 

1907

Freiburger FC

 

 

 

 

1908

Viktoria 89 Berlin

 

 

 

 

1909

Phönix Karlsruhe

 

 

 

 

1910

Karlsruher FV

 

 

 

 

1911

Viktoria 89 Berlin

 

 

 

 

1912

Holstein Kiel

 

 

 

 

1913

VfB Leipzig

 

 

 

 

1914

SpVgg Fürth

 

 

 

 

1915

keine Meisterschaft ausgetragen

 

 

 

 

1916

keine Meisterschaft ausgetragen

 

 

 

 

1917

keine Meisterschaft ausgetragen

 

 

 

 

1918

keine Meisterschaft ausgetragen

ATSB

 

 

 

1919

keine Meisterschaft ausgetragen

 

 

 

DJK

1920

1.FC Nürnberg

TSV Fürth

 

 

 

1921

1.FC Nürnberg

VfL Stötteritz Leipzig

 

 

DJK Katernberg Essen

1922

Hamburger SV (verzichtet)

VfL Stötteritz Leipzig

 

 

 

1923

Hamburger SV

VfL Stötteritz Leipzig

DT

 

 

1924

1.FC Nürnberg

Dresdner SV 1910

 

 

DJK Katernberg Essen

1925

1.FC Nürnberg

Dresdner SV 1910

MTV Fürth

 

 

1926

SpVgg Fürth

Dresdner SV 1910

MTV Fürth

 

 

1927

1.FC Nürnberg

Dresdner SV 1910

TV 1861 Forst

 

Sparta Nürnberg

1928

Hamburger SV

Adler 08 Pankow Berlin

Harburger TB 1865

 

 

1929

SpVgg Fürth

Lorbeer 06 Hamburg

TV 1846 Mannheim

KG

 

1930

Hertha Berliner SC

TuS Nürnberg-Ost

Kruppsche TG Essen

 

 

1931

Hertha Berliner SC

Lorbeer 06 Hamburg

 

Dresdner SV 1910

 

1932

Bayern München

TuS Nürnberg-Ost

 

FT Jeßnitz

Sparta Nürnberg

1933

Fortuna Düsseldorf

 

 

 

 

1934

FC Schalke 04 Gelsenkirchen

 

 

 

 

1935

FC Schalke 04 Gelsenkirchen

 

 

 

 

1936

1.FC Nürnberg

 

 

 

 

1937

FC Schalke 04 Gelsenkirchen

 

 

 

 

1938

Hannoverscher SV 96

 

 

 

 

1939

FC Schalke 04 Gelsenkirchen

 

 

 

 

1940

FC Schalke 04 Gelsenkirchen

 

 

 

 

1941

Rapid Wien

 

 

 

 

1942

FC Schalke 04 Gelsenkirchen

 

 

 

 

1943

Dresdner SC

 

 

 

 

1944

Dresdner SC

 

 

 

 

1945

keine Meisterschaft ausgetragen

 

 

 

 

1946

keine Meisterschaft ausgetragen

Ostzone/DS/DFV d. DDR/NOFV

 

 

 

1947

keine Meisterschaft ausgetragen

 

SFB

 

 

1948

1. FC Nürnberg

SG Planitz Zwickau

 

 

 

1949

VfR Mannheim

Union Halle

VfB Neunkirchen

 

 

1950

VfB Stuttgart

Horch Zwickau

Sportfreunde Saarbrücken

 

 

1951

1.FC Kaiserslautern

Chemie Leipzig

1.FC Saarbrücken II

 

 

1952

VfB Stuttgart

Turbine Halle

 

 

 

1953

1.FC Kaiserslautern

Dynamo Dresden

 

 

 

1954

Hannoverscher SV 96

Turbine Erfurt

 

 

 

1955

Rot-Weiß Essen

Turbine Erfurt

 

 

 

1956

Borussia Dortmund

Wismut Karl-Marx-Stadt Aue

 

 

 

1957

Borussia Dortmund

Wismut Karl-Marx-Stadt Aue

 

 

 

1958

FC Schalke 04 Gelsenkirchen

Vorwärts Berlin

 

 

 

1959

Eintracht Frankfurt

Wismut Karl-Marx-Stadt Aue

 

 

 

1960

Hamburger SV

Vorwärts Berlin

 

 

 

1961

1.FC Nürnberg

kein Meister ermittelt

 

 

 

1962

1.FC Köln

Vorwärts Berlin

 

 

 

1963

Borussia Dortmund

Motor Jena

 

 

 

1964

1.FC Köln

Chemie Leipzig

 

 

 

1965

Werder Bremen

Vorwärts Berlin

 

 

 

1966

TSV 1860 München

Vorwärts Berlin

 

 

 

1967

Eintracht Braunschweig

FC Karl-Marx-Stadt

 

 

 

1968

1.FC Nürnberg

Carl Zeiss Jena

 

 

 

1969

Bayern München

Vorwärts Berlin

 

 

 

1970

Borussia Mönchengladbach

Carl Zeiss Jena

 

 

 

1971

Borussia Mönchengladbach

Dynamo Dresden

 

 

 

1972

Bayern München

1.FC Magdeburg

 

 

 

1973

Bayern München

Dynamo Dresden

 

 

 

1974

Bayern München

1.FC Magdeburg

 

 

 

1975

Borussia Mönchengladbach

1.FC Magdeburg

 

 

 

1976

Borussia Mönchengladbach

Dynamo Dresden

 

 

 

1977

Borussia Mönchengladbach

Dynamo Dresden

 

 

 

1978

1.FC Köln

Dynamo Dresden

 

 

 

1979

Hamburger SV

Dynamo Berlin

 

 

 

1980

Bayern München

Dynamo Berlin

 

 

 

1981

Bayern München

Dynamo Berlin

 

 

 

1982

Hamburger SV

Dynamo Berlin

 

 

 

1983

Hamburger SV

Dynamo Berlin

 

 

 

1984

VfB Stuttgart

Dynamo Berlin

 

 

 

1985

Bayern München

Dynamo Berlin

 

 

 

1986

Bayern München

Dynamo Berlin

 

 

 

1987

Bayern München

Dynamo Berlin

 

 

 

1988

Werder Bremen

Dynamo Berlin

 

 

 

1989

Bayern München

Dynamo Dresden

 

 

 

1990

Bayern München

Dynamo Dresden

 

 

 

1991

1.FC Kaiserslautern

Hansa Rostock

 

 

 

1992

VfB Stuttgart

 

 

 

 

1993

Werder Bremen

 

 

 

 

1994

Bayern München

 

 

 

 

1995

Borussia Dortmund

 

 

 

 

1996

Borussia Dortmund

 

 

 

 

1997

Bayern München

 

 

 

 

1998

1.FC Kaiserslautern

 

 

 

 

1999

Bayern München

 

 

 

 

2000

Bayern München

 

 

 

 

2001

Bayern München

 

 

 

 

2002

Borussia Dortmund

 

 

 

 

2003

Bayern München

 

 

 

 

2004

Werder Bremen

 

 

 

 

2005

Bayern München

 

 

 

 

2006

Bayern München

 

 

 

 

2007

VfB Stuttgart

 

 

 

 

2008

Bayern München

 

 

 

 

2009

 

 

 

 

 

2010

 

 

 

 

 

Erläuterungen zu den Verbänden

DFB / DRL / NSRL / DFA
In dieser Spalte sind alle Fußball-Meister des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) aufgeführt. Dieser wurde am 28.Januar 1900 in Leipzig von Vereinen und regionalen Verbänden gegründet. Auf dem 5.Bundestag des DFB am 17./18.Mai 1902 beschlossen die Teilnehmer die Durchführung einer Deutschen Meisterschaft. Startberechtigt waren die besten Teams der einzelnen Mitgliedsverbände, die sich nach und nach zu sieben reichsweiten Regionalverbänden unterschiedlicher Spielstärke entwickelten. Nach dem Ende des 1.Weltkrieges 1919 und den für das Deutsche Reich umfangreichen Gebietsabtretungen 1920 v.a. im Osten und Westen wurden viele Vereine in diesen Gebieten dem Spielbetrieb des DFB entzogen.
Mit der "Machtergreifung" der Nationalsozialisten unter Führung Hitlers am 30.Januar 1933 begann der grundlegende Umbau auch des deutschen Fußballsports. Ein Jahr später, am 27.April 1934, löste sich der DFB freiwillig auf, blieb aber formal bestehen, um nicht seine Mitgliedschaft im internationalen Fußballverband FIFA zu gefährden. Die Aufgaben des DFB übernahm jetzt das Fachamt 2 (Fußball) des Deutschen Reichsbundes für Leibesübungen (DRL) unter Führung von Felix Linnemann, des früheren DFB-Präsidenten. Bereits am 9.Juli 1933 hatten die DFB-Funktionäre die "Eingliederung des Fußballsports in das Programm des Reichssportkommissars" beschlossen.
Am 21.Dezember 1938 nahm die staatstragende NSDAP den DRL "auf dessen ausdrücklichen Wunsch" unter ihre "Obhut". Der DRL wurde in Nazionalsozialistischer Reichsbund für Leibesübungen (NSRL) umbenannt. Nach dem "Anschluß" Österreichs am 13.März 1938, der Abtretung des Sudetenlandes durch die Tschechoslowakei am 29.September 1938 und dem Einmarsch deutscher Truppen in die restliche Tschechoslowakei am 15.März 1939 sowie der Abtretung des Memellandes durch Litauen am 23.März 1939 nahmen auch Mannschaften aus diesen Ländern an der Deutschen Meisterschaft des DRL bzw. NSRL teil. Gleiches galt für Mannschaften aus Polen nach dem Überfall des Deutschen Reiches vom 1.September 1939, dem Beginn des 2.Weltkrieges. Von jetzt an spielten die Teams um die Kriegsmeisterschaft. Nach dem militärischen Sieg über Frankreich und dem Waffenstillstandsvertrag vom 22.Juni 1940 wurden auch die Vereine aus Elsaß und Lothringen in den Spielbetrieb des NSRL eingegliedert. Damit waren alle Gebiete aus der Zeit vor Ende des 1.Weltkrieges wieder durch den deutschen Spielbetrieb erfaßt.
Nach dem Ende des 2.Weltkrieges verboten die Besatzungsmächte alle nationalsozialistischen Organisationen, so auch NSRL und DFB. Langsam entstanden in den westlichen Besatzungszonen wieder Regionalverbände, die sich mit ihrer Grenzziehung an den traditionellen Verbänden sowie an den Grenzen der drei Besatzungszonen orientierten. Am 10.April 1948 riefen Vertreter der neuen Regionalverbände in Frankfurt/M. den Arbeitsausschuß für Fußball ins Leben, der später in Deutscher Fußball-Ausschuß (DFA) umbenannt wurde. Die Austragung einer Deutschen Meisterschaft wurde für das Jahr 1949 beschlossen. Nicht daran beteiligen konnten sich die Mannschaften aus den ehemals okkupierten Gebieten sowie aus den Gebieten im Osten, die an Polen abgetreten werden mußten. Das Saarland wendete sich hin zu Frankreich und nahm ebenfalls nicht mehr am deutschen Spielbetrieb teil. Als der Vertreter der sowjetischen Besatzungszone (Ostzone) keine Startberechtigung bei der Deutschen Meisterschaft erhielt, wurde die Deutsche Meisterschaft des DFA bzw. des aus ihm am 1.Juli 1949 wiedergegründeten DFB vollends zur Meisterschaft der drei Westzonen bzw. später zur BRD-Meisterschaft. Wenigstens durften saarländische Vereine ab 1951 wieder am (west-)deutschen Spielbetrieb teilnehmen.
Erst nach dem Ende der DDR und mit dem Beitritt des aus dem DFV der DDR hervorgegangenen NOFV zum DFB kann man die Meisterschaft des DFB wieder als wirkliche Deutsche Meisterschaft bezeichnen, die allen deutschen Teams und Spielern offensteht.

ATSB und KG
Der Arbeiter-Turner-Bund (ATB) wurde am 21./22.Mai 1893 in Gera als Teil der sozialistischen Arbeiterbewegung von Arbeiterturnvereinen gegründet. Zunächst stieß, wie auch bei der DT, der Fußballsport auf Ablehnung. Reine Fußballvereine fanden im ATB keine Aufnahme. Das änderte sich erst im Jahre 1911. Der DFB trat dem paramilitärischen "Jungdeutschlandbund" bei, was für "linke" Fußballer als Konsequenz nur den Austritt aus dem Bund erscheinen ließ. Sie fanden ihre neue Heimat im ATB, der seit 1912 immer mehr zum Gegenpol des "bürgerlichen" DFB wurde. Zwischen dem 8. und 12.Juni 1919 wurde der ATB aufgelöst und an seiner Stelle der Arbeiter-Turn- und Sport-Bund (ATSB) aus der Taufe gehoben. Erst jetzt nach dem Ende des 1.Weltkrieges sollten alte Pläne verwirklicht und eine eigene Deutsche Fußballmeisterschaft des ATSB veranstaltet werden. Qualifiziert dafür waren die Meister der vier Regionalverbände.
Immer wieder kam es jedoch zu Spaltungsversuchen durch sozialdemokratische und kommunistische Arbeitersportler. Als während des 16.Bundestages des ATSB vom 23. bis 26.Juni 1928 die SPD zur führenden Partei der Arbeitersprotbewegung erklärt wurde, schloß die ATSB-Führung gleichzeitig alle KPD-Anhänger aus ihren Reihen aus. Diese gründeten am 26.Mai 1929 die Interessengemeinschaft zur Wiederherstellung der Einheit im Arbeitersport (IG), die im Dezember 1930 in Kampfgemeinschaft für rote Sporteinheit (KG) umbenannt wurde. Auch hier kam es sofort zur Durchführung einer eigenen Deutschen Meisterschaft.
Als Reaktion auf den selbstinszenierten Reichstagsbrand erließen die neuen Machthaber der NSDAP unter Adolf Hitler am 27.Februar 1933 die Verordnung zum "Schutz von Volk und Staat". Bis Ende April 1933 lösten die Nazis daraufhin alle KG-Vereine auf, schlossen die Büros der KG und verschleppten ihre Funktionäre in die Konzentrationslager, wo die meisten von ihnen ermordet wurden. Das Vermögen der KG und seiner Vereine floß dem Staat zu. Ab Mai 1933 waren dann der ATSB und seine Funktionäre an der Reihe. Sie teilten innerhalb kürzester Zeit das Schicksal ihrer ehemaligen politischen Gegner von der KG.
Nach 1945 wurden in der BRD vereinzelt Arbeitervereine wieder ins Leben gerufen, jedoch verzichtete man auf eine eigene Arbeitersport-Dachorganisationen und sprach sich für die Einheit im Deutschen Sport-Bund (DSB) bzw. im DFB aus. In der DDR wurden die Arbeitervereine nicht wiedergegründet. Ansatzpunkt war hier die angestrebte Einheit zwischen Sozialdemokraten und Kommunisten, die eine Wiedergründung alter Vereine der beiden unterschiedlichen Lager verhinderte. Jeder Verein, der in der DDR neu entstand, war durch seine Gründung im "Arbeiter- und Bauernstaat" de facto ja schon ein Arbeiter-Verein.

DT
Bereits im Jahre 1868 kam es zur Gründung der Deutschen Turnerschaft (DT) als Dachorganisation für die Turnvereine des Deutschen Reiches. Diese Vereine waren auch die Keimzellen des Fußballspieles in Deutschland, hier wurde erstmals organisiert gegen den Ball getreten. Doch sehr bald erregte der neue, wilde und rauhe Sport, der zudem auch noch aus England kam, den Unmut der vorwiegend national gesonnenen Turner. Spiel- bzw. Fußballabteilungen der Turnvereine durften nicht dem DFB beitreten, um an seinem Spielbetrieb teilnehmen zu können. Fußballer wurden aus den Vereinen ausgeschlossen oder traten aus, um eigene Fußball-Clubs zu gründen. Das Beitrittsverbot zum DFB wurde 1910 durch die DT aufgehoben, doch gleich ein Jahr später spitzte sich der Streit zwischen Fußballern und Turnern erneut zu, in deren Folgen die DT die Austragung einer eigenen Fußballmeisterschaft beschloß, die dann aber nicht durchgeführt wurde. Zwischen 1911 und 1915 untersagten beide Verbände sogar Freundschaftsspiele ihrer Mitgliedsvereine gegeneinander. Bald entfachte der Konflikt neu, bis 1924 ein weiterer Höhepunkt erreicht war. Die DT forderte die Spielabteilungen ihrer Mitgliedsvereine ultimativ auf, sich entweder dem DFB anzuschließen oder bei der DT zu verbleiben. Für die wenigen bei der DT verbliebenen Mitglieder wurde ab 1925 dann endlich eine eigene Meisterschaft durchgeführt.
Am 11.April 1930 einigten sich dann DFB und DT endgültig darauf, daß Vereine zwar nur Mitglied eines der beiden Verbände sein konnten, Personen dagegen Mitglieder beider Verbände. Die Austragung der Deutschen Fußballmeisterschaft der DT wurde daraufhin eingestellt.
 
 

Quellen:


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