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Landesliga Sachsen  -  Saison 2007/2008

 

32.Sächsische Fußball-Meisterschaft

 

zur Saison 2006/07   -   zur Saison 2008/09


Abschlusstabelle – Ergebnisspiegel - Saisonzusammenfassung - Zusammensetzung der Landesliga

 

Spieltag   1 - 2 - 3 - 4 - 5 - 6 - 7 - 8 - 9 - 10 - 11 - 12 - 13 - 14 - 15

 

16 - 17 - 18 - 19 - 20 - 21 - 22 - 23 - 24 - 25 - 26 - 27 - 28 - 29 - 30


Spiele um den Aufstieg in die NOFV-Oberliga

 

Spiele der beiden Staffel-Zweiten der Verbandsliga Mecklenburg-Vorpommern und der Landesliga Sachsen um den Aufstieg in die NOFV-Oberliga.

 

 

 

 

Zuschauer:

 12 824

-

6 412

pro Spiel

 

 

 

Tore:

  4

-

2,0

pro Spiel

14.06.2008

FC Schönberg 95

-

1.FC Lokomotive Leipzig

  1

:

2

(

0

:

2

)

2 845

22.06.2008

1.FC Lokomotive Leipzig

-

FC Schönberg 95

  0

:

1

(

0

:

0

)

9 979

 

Damit steigt der 1.FC Lok Leipzig auf in die NOFV-Oberliga, Staffel Süd. Der FC Schönberg 95 verbleibt in der Verbandsliga Mecklenburg-Vorpommern.

 

Im Spiegel der Presse

 

MDR-Online, 14.6.08: Lok Leipzig vor OL-Rückkehr

Der 1. FC Lok Leipzig steht bereits mit einem Bein in der Oberliga. Auch die beiden anderen Vertreter des Sendegebietes, SV Schott Jena und 1. FC Magdeburg II, haben nach dem Relegations-Hinspiel gute Chancen, die fünfte Liga zu erreichen.

Der 1. FC Lokomotive Leipzig hat den ersten Schritt in die Oberliga gemacht. Im Relegations-Hinspiel beim FC Schönberg siegte Lok am Sonnabend mit 2:1. Das Rückspiel findet am kommenden Sonntag statt.

Schock für Schönberg

Das Duell vor 2.875 Zuschauern begann für Schönberg mit einem Schock: Schon nach fünf Minuten musste Kapitän und Spielmacher Wittfot mit einem Schien- und Wadenbeinbruch vom Platz getragen werden. Davon erholten sich die Gastgeber lange nicht, was die Leipziger ausnutzten. Nach einem verwandelten Foulelfmeter durch Krauß (30.) und einem Solo von Engler (45.) führte Lok bereits zur Pause mit 2:0. Schönberg gelang in der zweiten Hälfte zwar noch der Anschluss (58.), doch mehr war trotz guter Chancen in der Endphase nicht drin.
Für negative Schlagzeilen sorgten am Rande der Partie rund 50 Anhänger von Lok Leipzig. Sie randalierten in der Schweriner Innenstadt, zündeten Fuerwerkskörper und steckten einen Papiercontainer in Brand. Die gesamte Gruppe wurde von der Polizei in Gewahrsam genommen.

Leipziger Volkszeitung, 16.6.08: Lok Leipzig mit einem Bein in der Oberliga

2300 Lok-Fans feierten am Sonnabend in Schönberg ihre Helden. Der 1. FC Lok steht nach dem 2:1-Sieg im ersten Relegationsmatch bereits mit einem Bein in der Oberliga. Die Männer um Kapitän Holger Krauß kamen erst 20 Minuten nach dem Abpfiff in die Kabine, weil sie das Bad unter ihren Anhängern genossen. Krauß hatte per Elfmeter nach Foul am guten Ralf Schreiber für das 1:0 (30.) gesorgt, Rico Engler schoss nach Doppelpass mit Schreiber zur 2:0-Pausenführung (45.) ein. Die kampfstarken Gastgeber schafften durch André Kalbau lediglich den Anschlusstreffer (58.), so dass die Schützlinge von Trainer Rainer Lisiewicz nach diesem verdienten Erfolg mit einer äußerst günstigen Ausgangsposition in das Rückspiel am Sonntag (15 Uhr) im Zentralstadion gehen. Die Begegnung war über 90 Minuten geprägt von harten Zweikämpfen, verbunden mit vielen Fouls. Gleich nach fünf Minuten gab es einen schlimmen Unfall. Der Schönberger Kapitän Sven Wittfot erlitt nach einem Zweikampf mit Lok-Keeper Jan Evers einen offenen Schienbeinbruch. Schiedsrichter Gunnar Melms (Osterburg) hätte sogar Freistoß für die Leipziger pfeifen müssen, weil Wittfot so ungestüm in das Duell im Fünfmeter-Raum ging. Evers, der dabei eine Rippenverletzung erlitt, war noch 30 Minuten nach der Partie geschockt. „Er ist voll darauf gegangen. Ich bin nach dem Zusammenprall auf ihn gefallen. Das war schlimm zu sehen, wie Wittfort nur noch gewimmert hat.“ Lok-Coach Rainer Lisiewicz hatte Torjäger René Heusel auf der Bank gelassen. Er ließ die schnellen Engler (21) und Schreiber (21) stürmen. Diese Taktik erwies sich neben der gut stehenden Abwehr als spielentscheidend. Denn das junge Duo hatte nicht nur großen Anteil an den Leipziger Toren, sondern es sorgte mit schnellen Kontern ständig für Unruhe in der nicht sattelfesten Deckung der Gastgeber. Bei etwas mehr Cleverness hätten Engler und Schreiber das Spiel früh für die Probstheidaer entscheiden können. Schönbergs Trainer Dinalo Adigo erwies sich als fairer Verlierer. „Wer auswärts zwei Tore schießt, hat verdient gewonnen“, so der frühere Nationalspieler aus dem Benin. „Aber die Relegation ist noch offen. Wir haben in dieser Saison auswärts nicht verloren.“ Lisiewicz stimmte seinem Kollegen zu, dass der Aufstieg längst nicht entschieden sei. Für den Lok-Coach entspricht das Ergebnis dem Spielverlauf. „Insgesamt war es in Ordnung, wie wir hier aufgetreten sind. Doch nach dem 2:1 haben wir einige Male gewackelt.“ Dafür hatte der eine Stunde stark spielende Mittelfeldakteur Alexander Kunert eine Erklärung. „Es war ungewohnt, die lange Anreise und dann die unbequemen Betten im Hotel. Ich habe wie viele meiner Teamkollegen nur wenige Stunden geschlafen. Trotzdem: Wir hätten die Konter besser nutzen müssen.“ Auch Holger Krauß wollte gestern nichts von einer Vorentscheidung wissen. „Unsere Aufstiegschancen sind zwar gestiegen. Aber es ist eine gefährliche Ausgangsposition und Schönberg hat einige gute Fußballer in seinen Reihen.“ Er fordert von der Mannschaft in dieser Woche volle Konzentration. „Dann können wir das Wunder wahrmachen, woran vor dieser Saison keiner geglaubt hat.“ Bereits heute beginnt der Ticketverkauf für das Rückspiel. Vereinschef Kubald hofft dafür auf 10 000 bis 15 000 Zuschauer. Mittelfeldmann René Ledwoch wird das Saisonfinale nur auf der Bank erleben. Er kugelte sich in Schönberg das Schultergelenk aus. Dafür kann Coach Lisiewicz wieder auf „Kampfschwein“ Marcel Hensgen zurückgreifen. Nach dieser Partie, in der sich die Schönberger bissig, aber bis auf drei Ausnahmen spielerisch sehr beschränkt zeigten, dürfte Loks vierter Aufstieg in Folge nicht mehr in Gefahr geraten, wenn die Mannschaft am Sonntag Normalform erreicht.

MDR-Online, 22.6.08: 1. FC Lok und FCM II steigen auf

Der 1. FC Lok Leipzig und die Reserve des 1. FC Magdeburg haben den Aufstieg in die Oberliga geschafft. Die beiden Zweitplatzierten der Landesmeisterschaften von Sachsen und Sachsen-Anhalt setzten sich in der Relegation aber ebenso knapp durch, wie die Thüringer vom SV Schott Jena scheiterten. Bei allen drei Vereinen griff die Auswärtstore-Regel.

Jena siegt zu knapp

Lok Leipzig kassierte am Sonntag im heimischen Zentralstadion gegen den FC Schönberg eine 0:1-Niederlage. Die Gastgeber waren über weite Strecken das bessere Team und hatten auch die besseren Chancen. Nach Otuyamas Tor (73.) musste jedoch mächtig gezittert werden. Das Hinspiel hatte der FCL 2:1 gewonnen. Einen 3:2-Sieg im Rückspiel verbuchte dagegen Schott Jena. Doch nach dem 0:1 vor einer Woche war das zu wenig.


Abschlusstabelle

 

 

 

 

Spiele

 

S

 

U

 

N

 

Tore

Tordiff.

 

Punkte

 

 

1.

Erzgebirge Aue II

 

30

 

22

 

4

 

4

 

79

:

27

+ 52

 

70

 

Aufstieg in die NOFV-Oberliga, Staffel Süd

2.

1.FC Lokomotive Leipzig

(N)

30

 

21

 

5

 

4

 

49

:

20

+ 29

 

68

 

Qualifiziert für die Spiele um den Aufstieg in die NOFV-Oberliga

3.

FV Dresden 06 Laubegast

 

30

 

20

 

7

 

3

 

73

:

31

+ 42

 

67

 

 

4.

Dynamo Dresden II

 

30

 

19

 

6

 

5

 

77

:

32

+ 45

 

63

 

 

5.

BSV 1968 Sebnitz

 

30

 

15

 

7

 

8

 

64

:

46

+ 18

 

52

 

 

6.

Fortuna Chemnitz

 

30

 

13

 

6

 

11

 

50

:

48

+ 2

 

45

 

 

7.

Kickers 94 Markkleeberg

 

30

 

12

 

5

 

13

 

39

:

42

- 3

 

41

 

 

8.

SV Bannewitz

 

30

 

10

 

8

 

12

 

48

:

42

+ 6

 

38

 

 

9.

Sachsen Leipzig II

 

30

 

9

 

11

 

10

 

43

:

38

+ 5

 

38

 

 

10.

VfL Pirna-Copitz 07

 

30

 

10

 

7

 

13

 

37

:

44

- 7

 

37

 

 

11.

Bornaer SV 91

 

30

 

9

 

7

 

14

 

43

:

47

- 4

 

34

 

 

12.

Oberlausitz Neugersdorf

 

30

 

7

 

9

 

14

 

30

:

44

- 14

 

30

 

 

13.

Gelb-Weiß Görlitz

 

30

 

6

 

6

 

18

 

29

:

62

- 33

 

24

 

 

14.

Bergstädtischer SC Freiberg

(N)

30

 

7

 

3

 

20

 

22

:

79

- 57

 

24

 

 

15.

SV 1919 Grimma

 

30

 

6

 

5

 

19

 

31

:

69

- 38

 

23

 

 

16.

Heidenauer SV

(N)

30

 

2

 

8

 

20

 

27

:

70

- 43

 

14

 

Abstieg in die Bezirksliga Dresden


Ergebnisspiegel

 

 

ErAu2

Dre06

DyDr2

SaLe2

GWGör

ObeNe

BorSV

SVGri

PiCop

ForCh

BSVSe

SVBan

K94Ma

LokLe

BSCFr

HeiSV

 

Erzgebirge Aue II

 

3:0

1:1

1:0

5:2

2:1

4:0

5:0

3:1

0:1

2:1

3:0

1:0

2:0

5:0

2:1

ErAu2

FV Dresden 06 Laubegast

3:1

 

1:2

3:1

5:1

2:1

3:2

3:0

2:1

5:2

2:2

2:2

5:0

1:1

1:0

4:1

Dre06

Dynamo Dresden II

3:1

0:0

 

2:1

7:2

4:1

3:2

7:3

2:1

4:0

1:0

4:2

1:0

2:0

2:0

6:0

DyDr2

Sachsen Leipzig II

1:5

1:1

2:2

 

3:1

0:0

1:1

4:0

0:0

2:3

1:0

0:2

1:3

1:3

6:1

3:0

SaLe2

Gelb-Weiß Görlitz

2:2

0:4

0:2

1:0

 

0:2

3:2

1:1

0:1

1:0

0:2

0:6

1:3

0:4

1:3

2:2

GWGör

Oberlausitz Neugersdorf

0:2

1:3

1:1

0:2

1:1

 

1:1

3:1

0:0

3:1

0:3

0:0

0:0

1:2

1:4

4:1

ObeNe

Bornaer SV 91

1:2

1:4

1:2

0:1

2:0

1:1

 

1:2

1:0

0:1

3:0

1:0

1:2

2:0

0:0

3:0

BorSV

SV 1919 Grimma

0:3

0:5

0:2

0:4

1:0

2:1

0:5

 

1:1

0:1

0:4

1:0

3:1

1:2

1:2

1:0

SVGri

VfL Pirna-Copitz 07

1:4

3:2

0:3

1:1

4:1

0:3

1:2

2:0

 

3:2

2:2

2:0

1:3

1:1

1:0

1:2

PiCop

Fortuna Chemnitz

1:4

0:0

2:2

1:1

3:1

3:0

2:2

7:0

3:1

 

6:1

3:0

2:1

0:1

1:4

1:1

ForCh

BSV 1968 Sebnitz

1:6

3:2

1:1

1:1

0:4

3:1

4:2

5:0

0:0

6:0

 

4:3

1:2

0:0

1:0

5:2

BSVSe

SV Bannewitz

2:2

1:3

1:0

2:2

0:0

4:0

4:0

4:0

2:1

0:1

0:2

 

2:1

0:1

2:2

3:1

SVBan

Kickers 94 Markkleeberg

2:5

0:1

2:1

1:1

2:1

0:0

0:0

1:0

0:1

2:0

1:3

0:0

 

0:4

6:0

1:2

K94Ma

1.FC Lokomotive Leipzig

0:0

1:0

2:1

0:0

1:0

1:0

2:1

3:0

2:0

2:0

1:4

4:2

2:1

 

3:0

3:0

LokLe

Bergstädt. SC Freiberg

2:0

0:6

2:3

3:1

0:3

0:1

1:2

0:2

0:3

1:1

1:3

2:2

1:2

0:2

 

0:0

BSCFr

Heidenauer SV

0:3

1:4

2:2

0:1

1:2

0:2

3:3

2:2

2:3

0:2

2:2

0:2

1:2

0:1

0:0

 

HeiSV

 

ErAu2

Dre06

DyDr2

SaLe2

GWGör

ObeNe

BorSV

SVGri

PiCop

ForCh

BSVSe

SVBan

K94Ma

LokLe

BSCFr

HeiSV

 


30.

Spieltag

 

Zuschauer:

 6 122

-

6 122

pro Spiel

 

 

 

Tore:

  36

-

4,5

pro Spiel

07.06.2008

1.FC Lokomotive Leipzig

-

SV Bannewitz

  4

:

2

(

3

:

2

)

6 122

07.06.2008

Gelb-Weiß Görlitz

-

Bornaer SV 91

  3

:

2

(

0

:

1

)

 

07.06.2008

BSV 1968 Sebnitz

-

Kickers 94 Markkleeberg

  1

:

2

(

0

:

1

)

 

07.06.2008

Sachsen Leipzig II

-

SV 1919 Grimma

  4

:

0

(

2

:

0

)

 

07.06.2008

Heidenauer SV

-

VfL Pirna-Copitz 07

  2

:

3

(

1

:

2

)

 

07.06.2008

Oberlausitz Neugersdorf

-

FV Dresden 06 Laubegast

  1

:

3

(

1

:

1

)

 

07.06.2008

Dynamo Dresden II

-

Fortuna Chemnitz

  4

:

0

(

0

:

0

)

 

07.06.2008

Erzgebirge Aue II

-

Bergstädtischer SC Freiberg

  5

:

0

(

2

:

0

)

 

 

 

 

Zuschauer gesamt:

 132 516

-

 646

pro Spiel

 

 

 

Tore gesamt:

  742

-

3,1

pro Spiel

 

1

Erzgebirge Aue II

30

22

4

4

79

:

27

52

70

2

1.FC Lokomotive Leipzig

30

21

5

4

49

:

20

29

68

3

Dynamo Dresden II

30

20

7

3

73

:

31

42

67

4

FV Dresden 06 Laubegast

30

19

6

5

77

:

32

45

63

5

BSV 1968 Sebnitz

30

15

7

8

64

:

46

18

52

6

Fortuna Chemnitz

30

13

6

11

50

:

48

2

45

7

Kickers 94 Markkleeberg

30

12

5

13

39

:

42

-3

41

8

SV Bannewitz

30

10

8

12

48

:

42

6

38

9

Sachsen Leipzig II

30

9

11

10

43

:

38

5

38

10

VfL Pirna-Copitz 07

30

10

7

13

37

:

44

-7

37

11

Bornaer SV 91

30

9

7

14

43

:

47

-4

34

12

Oberlausitz Neugersdorf

30

7

9

14

30

:

44

-14

30

13

Bergstädt. SC Freiberg

30

6

6

18

29

:

62

-33

24

14

SV 1919 Grimma

30

7

3

20

22

:

79

-57

24

15

Gelb-Weiß Görlitz

30

6

5

19

31

:

69

-38

23

16

Heidenauer SV

30

2

8

20

27

:

70

-43

14

 

Im Spiegel der Presse

Leipziger Volkszeitung, 09.06.08: Lok beglückt sich und über 6000 Fans

An einem Mangel an Selbstvertrauen leiden sie in Probstheida nicht. Weder die Fußballer noch deren Fans, schon gar nicht die Bosse des 1. FC Lok lassen Zweifel am eigenen Tun, dem Aufstieg und der demnächst wieder hergestellten Vormachtstellung in L.E.. Dass noch drei Zähler gegen Bannewitz zur Oberliga-Relegation fehlten, hatte sich rumgesprochen, hinderte die Chefetage aber nicht, Warm-Up-Shirts mit dem Aufdruck „Aufstieg 2008“ in Auftrag zu geben. Der Sonderzug zum Relegations-Gegner Schönberg wurde im Gottvertrauen in die Schenkel der Männer um Käpt’n Holger Krauß auch schon gebucht, und als Lok-Held René Ledwoch in der 64. Minute den 4:2 (3:2)-Endstand herstellte (Rico Engler 2 und Ralf Schreiber hatten vorher getroffen) und Bannewitz das Lichtlein ausblies, skandierte der Anhang das allseits bekannte Liedgut, das globale Einzigartigkeit zum Inhalt hat. Am Sonnabend waren sie unerreicht, die Lokis. Nicht gerade weltweit, aber von den Rand-Dresdnern. Die Fußballer um Ex-Profi Mario Kern kämpften kernig, machten dank freundlicher Leipzig-Mithilfe zwei Tore (zum 1:1-Ausgleich und 3:2-Anschluss), hätten sich in der Rolle der Spielverderber gut gefallen, kamen aber nie in Schlagweite zur Sensation. „Lok hat verdient gewonnen“, traf der Gästetrainer des Pudels Kern. Lok hätte auch 8:3 gewinnen können, verfiel nach toller Abschlussquote in der Anfangsphase in alte Verhaltensmuster. „Wir machen zu wenig Tore, müssen uns im Sturm auf jeden Fall verstärken“, sagte Coach Rainer Lisiewicz, der mit seinen Vizemeistern eine Ehrenrunde durchs Plache-Stadion lief, dabei an 6 122 Leipzigs-Fans und keinem einzigen Schlachtenbummler aus Bannewitz vorbeikam. Der Übungsleiter, zu aktiven Lok-Zeiten kein Kostverächter, stellte seinen freudetrunkenen Relegationisten frei, wie viel und wie lange getrunken wird. „Auch wenn wir noch nichts erreicht haben: Die Jungs sollen jetzt ruhig mal feiern. Das gehört dazu, haben wir früher auch nicht anders gemacht. Ab Dienstag bereiten wir uns auf Schönberg vor.“ Lisiewiczs verlängerter Arm, Libero Holger Krauß, genehmigte sich dem Vernehmen nach nur ein, zwei Bierchen. Aus Rücksicht aufs malade rechte Knie, das sich der 31-Jährige zu Beginn der zweiten Halbzeit verdrehte. Krauß humpelte wie Käpt’n Ahab übers Feld, konnte gegen Ende wieder etwas runder laufen, machte nach der Ehrenrunde vor den Augen von Lok-Führer Kubald diverse Gelenktests. „Also wenn da was gerissen wäre, könnte ich das jetzt nicht machen“, sagte Experte Krauß, dessen Krankenakte armdick ist, während er sein Knie nach allen möglichen Seiten dehnte und streckte. Weil das schon beim Zusehen „kraußam“ weh tat, musste sich Kubald, bekanntlich ein eisenharter Mann, ablenken und anderen Dingen zuwenden. „Es war ganz wichtig, dass heute alles ruhig geblieben ist, auch nach dem Spiel kein Fan auf dem Platz war“, so Kubald, der Hoffnung hat, das Relegationsrückspiel gegen Schönberg im Plache-Stadion durchziehen zu dürfen. Die Freunde und Helfer in Förstergrün haben diesbezüglich das letzte Wort. Beim 1. FC Lok ist man nicht gerade erbaut darüber, dass der fixierte Sonnabend-Termin im Zentralstadion vom heiß und innig geliebten FC Sachsen gekippt wurde. Auf den vom FCS diktierten Ausweichtermin (Sonntag, 15. Juni) haben sie in Probstheida wenig bis gar keine Lust. Klar ist: Der Heimvorteil vor erwartet 10 000 Lok-Fans im kuscheligen „Plache“ wäre natürlich größer als in der weitläufigen WM-Arena. Schön und fair ist: Lok-Coach Rainer Lisiewicz wünscht dem FC Sachsen den Regionalliga-Aufstieg. „Wenn beide aufsteigen, wäre es das Beste für Leipzig.“ Und das Stadtderby bitte bitte frühestens in der Bundesliga.


29.

Spieltag

 

Zuschauer:

 2 096

-

 262

pro Spiel

 

 

 

Tore:

  33

-

4,13

pro Spiel

31.05.2008

Bergstädtischer SC Freiberg

-

Dynamo Dresden II

  2

:

3

(

0

:

3

)

 380

31.05.2008

Fortuna Chemnitz

-

Gelb-Weiß Görlitz

  3

:

1

(

2

:

0

)

 185

31.05.2008

Bornaer SV 91

-

Oberlausitz Neugersdorf

  1

:

1

(

0

:

1

)

 100

31.05.2008

SV 1919 Grimma

-

BSV 1968 Sebnitz

  0

:

4

(

0

:

2

)

 78

31.05.2008

Kickers 94 Markkleeberg

-

Erzgebirge Aue II

  2

:

5

(

1

:

3

)

 260

31.05.2008

FV Dresden 06 Laubegast

-

Heidenauer SV

  4

:

1

(

1

:

1

)

 153

31.05.2008

VfL Pirna-Copitz 07

-

1.FC Lokomotive Leipzig

  1

:

1

(

1

:

1

)

 800

31.05.2008

SV Bannewitz

-

Sachsen Leipzig II

  2

:

2

(

1

:

0

)

 140

 

 

 

Zuschauer gesamt:

 126 394

-

 620

pro Spiel

 

 

 

Tore gesamt:

  706

-

3,06

pro Spiel

 

1

Erzgebirge Aue II

29

21

4

4

74

:

27

47

67

2

1.FC Lokomotive Leipzig

29

20

5

4

45

:

18

27

65

3

Dynamo Dresden II

29

19

7

3

69

:

31

38

64

4

FV Dresden 06 Laubegast

29

18

6

5

74

:

31

43

60

5

BSV 1968 Sebnitz

29

15

7

7

63

:

44

19

52

6

Fortuna Chemnitz

29

13

6

10

50

:

44

6

45

7

SV Bannewitz

29

10

8

11

46

:

38

8

38

8

Kickers 94 Markkleeberg

29

11

5

13

37

:

41

-4

38

9

Sachsen Leipzig II

29

8

11

10

39

:

38

1

35

10

Bornaer SV 91

29

9

7

13

41

:

44

-3

34

11

VfL Pirna-Copitz 07

29

9

7

13

34

:

42

-8

34

12

Oberlausitz Neugersdorf

29

7

9

13

29

:

41

-12

30

13

Bergstädt. SC Freiberg

29

6

6

17

29

:

57

-28

24

14

SV 1919 Grimma

29

7

3

19

22

:

75

-53

24

15

Gelb-Weiß Görlitz

29

5

5

19

28

:

67

-39

20

16

Heidenauer SV

29

2

8

19

25

:

67

-42

14

 

Im Spiegel der Presse

Leipziger Volkszeitung, 2.6.08: Lok steuert Oberliga-Kurs

Es war am Ende ein Zitterspiel für die stark ersatzgeschwächten Lok-Fußballer bei den kampfstarken Pirnaern. Trotzdem riss nach dem Schlusspfiff nur ihr Libero Stephan Knoof die Arme hoch. „Das 1:1 haben wir uns durch großen Kampf verdient. Jetzt können wir uns mit einem Sieg gegen Bannewitz aus eigener Kraft für die Relegationsspiele qualifizieren, das schaffen wir auch“, sagte der 24-Jährige entschlossen. Seine Teamkollegen haderten stattdessen nach dem spielerisch schwachen, aber äußerst verbissen geführten Sachsenliga-Match mit Schiedsrichter Jens Breidel (Zöblitz). Knackpunkte waren drei Entscheidungen, die von den Leipzigern völlig anders gesehen wurden. Beim Elfmeter (16.), der zum überraschenden 1:0 für Pirna führte, gab es zunächst keinerlei Proteste der Lok-Spieler. Auf der Bank der Leipziger waren Akive und Betreuer dagegen außer sich vor Wut. „Eine Frechheit“, ärgerte sich der gesperrte Holger Krauß. Nach diesem Treffer wurde es auch im Gäste-Block kritisch. Der Bauzaun wackelte bedenklich, weil sich einige so genannte Anhänger durch ausfallende Gesten von zwei Pirnaer Spielern provoziert fühlten. Dabei verhinderten Securities und Lok-Vorsitzender Steffen Kubald Schlimmeres. Danach blieb es während und nach der Partie vor angeblich 800 Zuschauern – so viel waren allein aus Leipzig vor Ort – relativ ruhig. „Es ist nichts passiert“, erklärte gestern der diensthabende Pirnaer Polizeiführer. Wenig Fingerspitzengefühl bewies der Unparteiische, als er dem agilen, allerdings bereits verwarnten Steven Aßmann Gelb-Rot zeigte. Der zog bei seinem Tackling an der Mittellinie zwar sein Bein zurück (Aßmann: „Ich habe ihn minimal getroffen“), aber nach dem theatralischen Faller des Pirnaers Hendrik Geißler flog der 19-Jährige (54.) vom Platz. Rot hätte auch VfL-Keeper Christoph Rautenberg nach seinem Foul im Strafraum gegen Rico Engler (76.) sehen können. „Der reißt mich klar um“, so Engler, dessen Heber knapp den Kasten verfehlte. Der Torwart gestand: „Man hätte Elfer geben können.“ Danach mussten die Gäste, die spielerisch vieles schuldig blieben, einige brenzlige Strafraumszenen überstehen. Bei ihrem besten Angriff, als Kevin Rienaß nach Aßmanns Maßflanke mit Flugkopfball (10.) nur die Latte traf, hatten sie allerdings Pech. Zum Glück schoss Anton Köllner (28.) aus Nahdistanz wenigstens zum Ausgleich ein. Beide Trainer sahen das Spiel völlig unterschiedlich. „Bei unseren Chancen bin ich mit einem Punkt unzufrieden. Die Leipziger sind hochnäsig aufgetreten. Irgendwann fallen sie auf die Nase“, meinte Pirnas Coach Andreas Trautmann. Rainer Lisiewicz wollte sich zum Referee nicht äußern. „Wir haben uns einen wichtigen Punkt erkämpft. Immerhin haben wir lange zu zehnt gespielt. Nach vorn haben wir zu wenig gezeigt.“ Da hat der Fußball-Lehrer recht. Die tolle Moral ist zu wenig. Mit solch einer harmlosen Angriffsleistung wird Lok in der Relegation Probleme bekommen, auch wenn Antreiber Krauß wieder im Team steht. Selbst Bannewitz als letzter Sachsenliga-Gegner am Sonnabend im Plache-Stadion könnte da zum Stolperstein werden.


28.

Spieltag

 

Zuschauer:

 5 117

-

 640

pro Spiel

 

 

 

Tore:

  27

-

3,38

pro Spiel

25.05.2008

Dynamo Dresden II

-

Erzgebirge Aue II

  3

:

1

(

2

:

0

)

 435

25.05.2008

Gelb-Weiß Görlitz

-

Bergstädtischer SC Freiberg

  1

:

3

(

0

:

2

)

 472

24.05.2008

BSV 1968 Sebnitz

-

SV Bannewitz

  4

:

3

(

3

:

2

)

 235

24.05.2008

Sachsen Leipzig II

-

VfL Pirna-Copitz 07

  0

:

0

(

0

:

0

)

 40

25.05.2008

Heidenauer SV

-

Bornaer SV 91

  3

:

3

(

0

:

2

)

 115

24.05.2008

1.FC Lokomotive Leipzig

-

FV Dresden 06 Laubegast

  1

:

0

(

0

:

0

)

3 597

24.05.2008

Kickers 94 Markkleeberg

-

SV 1919 Grimma

  1

:

0

(

1

:

0

)

 110

24.05.2008

Oberlausitz Neugersdorf

-

Fortuna Chemnitz

  3

:

1

(

2

:

0

)

 113

 

 

 

Zuschauer gesamt:

 124 298

-

 634

pro Spiel

 

 

 

Tore gesamt:

  673

-

3,02

pro Spiel

 

1

Erzgebirge Aue II

28

20

4

4

69

:

25

44

64

2

1.FC Lokomotive Leipzig

28

20

4

4

44

:

17

27

64

3

Dynamo Dresden II

28

18

7

3

66

:

29

37

61

4

FV Dresden 06 Laubegast

28

17

6

5

70

:

30

40

57

5

BSV 1968 Sebnitz

28

14

7

7

59

:

44

15

49

6

Fortuna Chemnitz

28

12

6

10

47

:

43

4

42

7

Kickers 94 Markkleeberg

28

11

5

12

35

:

36

-1

38

8

SV Bannewitz

28

10

7

11

44

:

36

8

37

9

Sachsen Leipzig II

28

8

10

10

37

:

36

1

34

10

Bornaer SV 91

28

9

6

13

40

:

43

-3

33

11

VfL Pirna-Copitz 07

28

9

6

13

33

:

41

-8

33

12

Oberlausitz Neugersdorf

28

7

8

13

28

:

40

-12

29

13

Bergstädt. SC Freiberg

28

6

6

16

27

:

54

-27

24

14

SV 1919 Grimma

28

7

3

18

22

:

71

-49

24

15

Gelb-Weiß Görlitz

28

5

5

18

27

:

64

-37

20

16

Heidenauer SV

28

2

8

18

24

:

63

-39

14

 

Im Spiegel der Presse

Leipziger Volkszeitung, 26.5.08: Köllner wird zum Lok-Helden

Das Plache-Stadion glich einem Tollhaus, als Anton Köllner am Sonnabend nach Freistoßvorlage von Holger Krauß zum 1:0-Siegtreffer (76.) gegen den FV Dresden Laubegast einköpfte. Der 21-Jährige lag im Sachsenliga-Spitzenspiel glücklich auf dem Rasen, die Teamkollegen erdrückten ihren Helden regelrecht, auf den mit 3594 Zuschauern gut gefüllten Rängen umarmten sich die Fans. Durch den Sieg haben die Probstheidaer nach dem gestrigen 3:1-Erfolg der Dresdner Reserve gegen den nun punktgleichen Tabellenführer Erzgebirge Aue II die Chance, direkt in die Oberliga aufzusteigen. „So ein Kopfball-Tor war lange fällig. In dem Augenblick hat alles gepasst“, sagte Köllner ganz ruhig. Vorbereiter Krauß ergänzte: „Das haben wir doch nicht umsonst am Freitag geübt. Insgesamt war es ein hartes Stück Arbeit. Schade, dass wir uns bei den Kontern so doof angestellt haben. Dann hätten wir nicht zittern müssen“, blieb der Kapitän, der nächste Woche in Pirna wegen seiner fünften Gelben Karte pausieren muss, trotz Jubelstimmung kritisch. Die Gastgeber mussten mehrfach bangen. Bei ihrem starken Torwart Jan Evers konnten sie sich bedanken, dass den Laubegastern kein Treffer gelang, denn der 24-Jährige entschärfte gleich drei hochkarätige Möglichkeiten. Darunter auch die größte Chance der Dresdner in den spielentscheidenden fünf Minuten. Zunächst traf Manuel Starke nach Krauß-Flanke nur die Lattenunterkante, im Gegenzug zog der pfeilschnelle Tony Schmidt davon, doch der gut postierte Evers verhinderte gemeinsam mit Stephan Knoof den Gäste-Treffer. Kurz darauf versetzte der lehrbuchmäßige Kopfball-Treffer von Köllner Fans und Teamkollegen in Euphorie, die indes mit Zittern bis zum Abpfiff des nicht immer sicher wirkenden Schiedsrichters Daniel Petzold (Lugau) verbunden war. Am Ende war der Erfolg der Schützlinge von Trainer Rainer Lisiewicz verdient, auch wenn sie gegen die cleveren Gäste um Kapitän Jan Seifert keine spielerischen Glanzlichter setzten. Das sah auch der Laubegaster Coach Bernd Fröhlich so: „Wir haben gut mitgespielt, hatten einige hundertprozentige Chancen, aber Lok erzwang den Sieg mit einer Standardsituation.“ Seifert sah das anders. „Die schlechtere Mannschaft hat gewonnen“, so der Zweitliga erfahrene Mittelfeldmann. Da hat Seifert Unrecht, denn die Leipziger hatten mindestens vier hochkarätige Möglichkeiten. Und wenn der Referee zwei Elfmeter nach Foul an Steven Aßmann (25.) sowie Handspiel von Falk Terjek nach René-Heusel-Kopfball (71.) gegeben hätte, wäre das umkämpfte Match früher für die Leipziger entschieden gewesen. Mit dieser Moral können die Krauß & Co. nun sogar nach die Meisterkrone erobern.


27.

Spieltag

 

Zuschauer:

 1 277

-

 182

pro Spiel

 

 

 

Tore:

  30

-

3,75

pro Spiel

17.05.2008

Bergstädtischer SC Freiberg

-

Oberlausitz Neugersdorf

0

:

1

(

0

:

1

)

275

17.05.2008

Erzgebirge Aue II

-

SV 1919 Grimma

5

:

0

(

1

:

0

)

210

16.05.2008

Bornaer SV 91

-

1.FC Lokomotive Leipzig

2

:

0

(

1

:

0

)

2 350

17.05.2008

VfL Pirna-Copitz 07

-

BSV 1968 Sebnitz

2

:

2

(

1

:

1

)

250

18.05.2008

Dynamo Dresden II

-

Gelb-Weiß Görlitz

7

:

2

(

2

:

2

)

130

17.05.2008

Fortuna Chemnitz

-

Heidenauer SV

1

:

1

(

1

:

0

)

150

17.05.2008

FV Dresden 06 Laubegast

-

Sachsen Leipzig II

3

:

1

(

2

:

0

)

112

17.05.2008

SV Bannewitz

-

Kickers 94 Markkleeberg

2

:

1

(

0

:

1

)

150

 

 

 

Zuschauer gesamt:

 116 781

-

 628

pro Spiel

 

 

 

Tore gesamt:

  642

-

3,0

pro Spiel

 

1

Erzgebirge Aue II

27

20

4

3

68

:

22

46

64

2

1.FC Lokomotive Leipzig

27

19

4

4

43

:

17

26

61

3

Dynamo Dresden II

27

17

7

3

63

:

28

35

58

4

FV Dresden 06 Laubegast

27

17

6

4

70

:

29

41

57

5

BSV 1968 Sebnitz

27

13

7

7

55

:

41

14

46

6

Fortuna Chemnitz

27

12

6

9

46

:

40

6

42