MDR-Online, 13.12.03: Chemnitz gewinnt torreiches
Endspiel
Der Chemnitzer FC hat den SuperRegio-Cup 2003 gewonnen.
In einem torreichen Finale gewannen die "Himmelblauen" gegen den FC Carl-Zeiss
Jena mit 6:5. Vor 5200 Zuschauern in der Riesaer Erdgas-Arena sorgte Fillinger
in der 19. Minute für den Endstand.
Chemnitz spielt attraktivsten Fußball
Die Chemnitzer verdienten sich den Turniersieg mit durchweg
überzeugenden und spielstarken Partien. Die unterlegenen Thüringer
boten dem höherklassigen Verein trotzdem stark Paroli. Als Zimmermann
in der 13. Minute das 5:3 für Jena erzielte, schien gar der Turniersieg
möglich. Doch Biermann und Taljevic brachten den CFC wieder zurück
ins Spiel. "Wir haben damit gerechnet. Wir sind ja hierher gekommen, um
das Turnier zu gewinnen", sagte CFC-Kapitän Schindler. Für den
CFC-Trainer Frank Rohde ging der Turniersieg in Ordnung: "Wir haben verdient
gewonnnen, denn wir waren das eine Tor besser als Jena."
Ehrungen für die Besten
Als bester Spieler des Turniers wurde der Jenaer Kais
Manai geehrt. Dresdens Keeper Herber wurde zum besten Torwart gewahlt.
Mit jeweils vier Treffern waren Biermann, Fillinger (beide CFC) und Kresin
(Erfurt) die besten Torschützen.
Spiel um Platz 3: Dynamo nach "Last-Minute"-Tor Dritter
Dank des Treffers von Daniel Ziebig in der Schlusssekunde
hat Dynamo Dresden das Spiel um Platz drei gegen den 1. FC Magdeburg mit
4:3 gewonnen. Der Oberligist führte nach vier Minuten schon mit 2:0.
Die Magdeburger bestraften dabei die offensive Spielweise des Regionalligisten.
Die Dresdner erwachten erst, als Johne der 1:2-Anschluss gelang. In der
15. Minute glichen die Dresdner aus. In den Schlussminuten überschlugen
sich die Ereignisse. Neumann brachte den FCM 3:2 in Führung, doch
die Schwarz-Gelben kamen zurück und drehten die Partie. "Wir sind
mit uns zufrieden, wenn die Fans mit uns zufrieden sind. Im Vorjahr waren
wir ja ausgeschieden", freute sich Dynamo-Spieler Wagefeld.
Ostthüringer Zeitung, 15.12.03: Jena ist NOFV-Vizemeister
FC Carl Zeiss Jena unterliegt im Hallen-Finale dem
Chemnitzer FC 5:6
Riesa (OTZ/fe). Zu einem achtbaren Erfolg kam am Sonnabend
in der ErdgasArena in Riesa Oberligist FC Carl Zeiss Jena. Beim Turnier
"ESAG-Super-Regio-Cup", der offiziellen Hallen-Meisterschaft des Nordostdeutschen
Fußballverbandes (NOFV) belegten die Jenaer den zweiten Turnierplatz.
Vor 5000 Zuschauern schrammten die Jenenser knapp am
Turniersieg, und damit der Qualifikation zum DFB-Turnier an gleicher Stelle
am 10. Januar vorbei. Dabei hatten die Zeiss-Städter zwei Mal im Finale,
das über 20 Minuten ging, mit zwei Toren Differenz geführt.
Doch sowohl die 2:0- (Tore: Chr. Müller, Berbig)
als auch die 5:3-Führung (Berbig, Kai und Jan Zimmermann) wurde leichtfertig
verspielt. Immer wieder schafften die Chemnitzer den Ausgleich. Schließlich
standen die Saalestädter am Ende trotz der Niederlage nicht mit leeren
Händen da. Die für den Turnierzweiten ausgelobten 1000 Euro gingen
nach Jena, ebenso ein schöner Pokal. Kais Manai wurde als "Bester
Spieler" ausgezeichnet.
Die eigentliche Überraschung des Turniers schafften
die Jenaer aber im Halbfinale. Mit ihrer besten Turnierleistung bezwangen
Berbig, Hänsel, Gert und Christian Müller, Böhme, Zimmermann,
Petrowsky, Jovic, Manai und Noll die favorisierten Dresdener mit 3:1. Durch
herrliche Tore von Ch. und G. Müller und Manai bei einem Gegentreffer
von Wagefeld marschierten die ganz in Gelb spielenden Jenaer ins Finale.
In der Vorrunde hatte es nach der 0:3-Auftaktniederlage
gegen den Chemnitzer FC zwei Siege gegen Sachsen Leipzig (5:1) und den
VfB Auerbach (2:1) gegeben. Nach dem zweiten Turnierplatz erklärte
Eric Noll: "Eine Bestätigung unserer harten Trainingsarbeit und ein
schöner Erfolg, mit dem wir zufrieden in die Feiertage gehen können." |
Freie Presse, 15.12.03: Fußball: CFC gewinnt
Hallenturnier in Riesa
Himmelblaue in bester Spiellaune – VfB Auerbach in
Vorrunde gescheitert
Riesa. Während der Hallenfußballzeit holt
sich so mancher Profi das Selbstvertrauen zurück, welches ihm nach
schwankenden Leistungen in der Meisterschafts-Hinrunde verloren ging. Als
überzeugende Sieger schunkelten am Sonnabend die „Feinmechaniker“
des Chemnitzer FC ihren „himmelblauen“ Fans entgegen. In der Riesaer erdgas-arena
schmückte sich der Kader von Frank Rohde vor 5200 Zuschauern mit dem
Titel „Hallenmeister des Nordostdeutschen Fußballverbandes“.
Spiel- und kombinationsfreudig zeigte sich der Chemnitzer
Kader bereits während der Vorrunde. Nach dem 3:0 gegen Carl Zeiss
Jena (Tore: Göhlert, Schindler, Rolleder), dem 3:1-Erfolg über
Sachsen Leipzig (Wächtler, Fillinger, Biermann) sowie dem knappen
3:2 gegen den VfB Auerbach (Taljevic, Fillinger, Biermann) marschierte
der Regionalligist mit weißer Weste ins Halbfinale. Dort traf zunächst
Biermann zum 1:1-Ausgleich gegen Magdeburg und im Neunmeterschießen
verwandelten Biermann, Schindler, Rolleder und Göhlert eiskalt zum
4:1-Finaleinzug. Einen besonders tollen Tag erwischte CFC-Heißsporn
Fillinger (4 Tore). Sobald der 19-Jährige den Kunstrasen betrat, war
Gefahr im Verzug. Zusammen mit Biermann, Rolleder, Simic und Taljevic kombinierte
Fillinger im Finale fünf tolle Tore gegen Jena heraus, um 80 Sekunden
vor Schluss den 6:5-Triumph perfekt zu machen.
Der VfB Auerbach scheiterte mehr als unglücklich
in der Vorrunde zum ESAG Super Regio Cup. Der Oberligist verkaufte sich
als Außenseiter gegen den FC Sachsen Leipzig (3:2 – Stabenow, Kadow,
Pfoh), Jena (1:2 – Kadow) und den CFC (2:3 – Kadow, Gorschinek) überaus
teuer und klagte verständlicher Weise über einen Unparteiischen,
der im entscheidenden Spiel gegen Carl Zeiss Jena eine Zeitstrafe verhängte,
ohne diese dann auch durchzusetzen.
Freie Presse, 15.12.03: Riesa: Freche Auerbacher reichen
Großen das Wasser
Super-Regio-Cup: Hallenfußballer vom VfB hatten
in Riesa das Halbfinale schon vor Augen / Spätere Finalisten gewinnen
glücklich
Steffen Meisel verrichtete am Sonnabend zum ESAG Super-Regio-Cup
in Riesa einen tollen Job. Im feinen Zwirn löste der Auerbacher als
"Feuerwehrmann" der Turnierleitung jedes Problem, sodass 5200 Fußballfans
ein rassiges Hallenturnier serviert bekamen. Unter anderem besorgte Meisel
auch dem Schiedsrichtertrio den verloren gegangenen Kabinenschlüssel.
Gedankt bekam das aber weder Meisel, noch sein VfB Auerbach. "Wenn der
Schiedsrichter eine Zeitstrafe verhängt, muss in Unterzahl gespielt
werden. Jena durfte aber mit voller Kapelle weiter machen", verstand Oberligaspieler
Uwe Kramer die Welt nicht mehr. Im entscheidenden Match gegen Carl Zeiss
verlor der Referee zwischenzeitlich den Überblick und daraufhin der
VfB mehr als unglücklich mit 1:2.Trotzdem sah man im beherzten Auftreten
der Auerbacher Underdogs deutlich das gewachsene Selbstwertgefühl.
Frech und in keiner Phase ängstlich wurde den "Großen" das Wasser
gereicht. Gleich zum Auftakt bekam der FC Sachsen Leipzig eins aufs Dach.
0:2 lagen die Vogtländer hinten, doch binnen fünf Minuten wendete
der VfB das Blatt. Stabenow erzielte den Anschluss und in den letzten 40
Sekunden überrollten Kadow und Pfoh die Messestädter unter jenen
Ovationen, die ein Außenseiter in solch einem Fall genießt.
Noch besser sah es später gegen Jena aus. Kadow, der "fliegende" Torwart,
traf maßgenau von der Mittellinie zur Auerbacher Führung. Die
toll aufspielenden Jenenser kamen zwar durch Zimmermann zum 1:1-Ausgleich,
aber die Entscheidung bedurfte erst kräftiger Hilfe. Zunächst
leistete sich Stabenow einen unverzeihlichen Ballverlust, den Manai (bester
Spieler des Turniers) zum 1:2 verwandelte. Ein nachlässiger Referee
und das ungestrafte Jenenser Zeitspiel besorgten den Rest.Nun musste gegen
den Chemnitzer FC mit drei Toren Differenz gewonnen werden. Der spätere
Turniersieger spielte da aber nicht so ganz mit und egalisierte die jeweiligen
Auerbacher Führungstreffer von Kadow und Gorschinek. Auch in dieser
Partie leistete sich Stabenow einen folgenschweren Schnitzer. Durch das
2:3 war der VfB, der nicht ein einziges Mal in der Halle trainierte, draußen.
"Wenn man gegen die beiden Finalisten ausscheidet, fühlt man sich
zwar besser, aber ein wirklicher Trost ist das nicht. Wir haben unnötige
Fehler gemacht, die bestraft wurden", ärgerte sich Carsten Pfoh. Sein
Trainer Volkhardt Kramer sah das nicht anders und tauschte fix seinen Sportanzug
mit Nadelstreifen und Krawatte.Bereits zum fünften Mal hatte die Mannschaft
von Kramer Sport Marketing Auerbach die Zügel in der Riesaer Erdgas-Arena
fest in der Hand. Das größte Kompliment kam übrigens von
einem, der den Budenzauber überhaupt nicht mag. "Ich bin noch nie
ein Freund des Hallenfußballs gewesen. Aber hier gefällt es
mir trotzdem ", befand René Müller, DDR-Torwartlegende und
heute Trainer von Rot-Weiß Erfurt, die Veranstaltung als kurzweilig. |
Sächsische Zeitung, 15.12.03: Elf Treffer - ein
furioses Finale
CFC-Trainer Rohde lobt die "jungen Wilden" / Jenas
Coach Steffens hat von zweiten Plätzen "eine ganze Kiste voll"
Nach 20 turbulenten Minuten war der Chemnitzer FC "wirklich
das eine Tor besser", wie Trainer Frank Rohde bilanzierte. Mit 6:5 gewannen
die "Himmelblauen" gegen den FC Carl Zeiss Jena. Was für ein furioses
Finale mit elf Treffern. Der CFC, bei dem die Routiniers draußen
blieben, holte zweimal einen Zwei-Tore-Rückstand auf. "Wir haben sehr
guten Hallen-Fußball mit der nötigen Ordnung gespielt", lobte
Rohde seine junge Truppe. Der 23-jährige Andreas Biermann und der
19-jährige Mario Fillinger erzielten jeweils vier Treffer und teilten
sich die Torjäger-Krone mit dem Erfurter Sven Kresin.
Rohde wollte allerdings aus ihrem couragierten Hallenauftritt
keine Schlüsse für die Regionalliga ziehen. "Das sind zwei verschiedene
paar Schuhe. Aber heute haben die Jungs ihr Zeug gemacht." Als Belohnung
gibt es 1 500 Euro Siegprämie und einen Startplatz beim Riesaer Hallenmasters
am 10. Januar 2004. Dann treffen die Chemnitzer in der Vorrunde auf Widzew
Lodz und Zweitligist 1. FC Nürnberg. "Geplant war es nicht, aber natürlich
freuen wir uns drauf. Wir werden dann wieder in der Halle stehen, um zu
gewinnen", erklärte Rohde selbstbewusst.
Bei Endspiel-Gegner Jena ärgerte sich Trainer Achim
Steffens ein bisschen: "Von zweiten Plätzen habe ich schon eine ganze
Kiste voll." Der Oberliga-Spitzenreiter stellte dafür mit dem Tunesier
Kais Manai den besten Spieler des Turniers. Carl Zeiss hatte schon sein
erstes Turnierspiel gegen Chemnitz verloren (0:3), was Steffens als Lehrgeld
verbuchte. "Wir haben lernen müssen, dass man den Gegner eher angreifen
muss und keine Angst haben darf in der Halle. Danach hat das gut geklappt."
Sächsische Zeitung, 15.12.03: Dynamos Devise:
Jugend forsch
Oliver Herber bester Torwart des Turniers / Talente
Kunert und Johne nutzen die Chance, sich zu zeigen
Mancher rümpfte die Nase, als Christoph Franke sein
Aufgebot für den Super-Regio-Cup bekanntgab. Der Trainer des 1. FC
Dynamo Dresden schickte eine verstärkte Nachwuchsauswahl auf den Kunstrasen
in der Riesaer Erdgas-Arena, während die meisten Stammspieler Autogramme
schrieben. Doch die jungen Kicker überraschten die Skeptiker. Bei
ihrer vierten Teilnahme überstanden die Gelb-Schwarzen erstmals die
Vorrunde ? und das überzeugend mit drei Siegen. Am Ende sprangen Platz
drei und der Pokal für den besten Torwart heraus.
Oliver Herber war sogar als Pokalverteidiger angetreten.
Bei der vierten Auflage hatte er mit dem SV Babelsberg das Turnier gewonnen.
"Hallenfußball ist eine schöne Abwechslung, aber man sollte
es nicht allzu ernst nehmen", sagt der 22-Jährige. Der lange Blondschopf
sprang sofort hinter die Bande, wenn Dynamo auf Offensive schaltete. Dann
sollte Sebastian Hartung als fünfter Feldspieler für zusätzlichen
Schwung sorgen. Das klappte beim 7:2 im Eröffnungsspiel gegen den
Halleschen FC, als er zwei Treffer erzielte. Daneben ging es im Halbfinale.
"Die Jenaer haben uns früh attackiert. Sie waren einfach cleverer",
meint Herber.
Im Spiel um Platz drei gegen den 1. FC Magdeburg lief
es ähnlich. Zweimal gewann Timm Kreibich den Ball an der Mittellinie
und konnte ihn ins leere Tor schießen. Aber die Gelb-Schwarzen kämpften
sich in die Partie zurück. Bevor Routinier Levente Csik den 4:3-Siegtreffer
erzielte, hatten Sven Johne (19 Jahre), Rico Kühne (21) und Alexander
Kunert (19) getroffen. "Beim letzten Mal habe ich noch zugeguckt, jetzt
zwei Tore gemacht. Es ist schon ein tolles Gefühl vor dieser Kulisse
zu spielen", sagt Kunert, der noch auf seinen ersten Einsatz in der Regionalliga
wartet. "Der Trainer hat von vornherein gesagt, dass die erste Saison für
uns junge Spieler ein Lehrjahr ist", erklärt er. Das gilt auch für
Sven Johne, mit drei Treffern erfolgreichster Dynamo-Torschütze in
Riesa, der eigentlich nicht so gern in der Halle spielt. "Aber vor so einer
Kulisse bekommt man automatisch Lust." Jetzt will er in der Winterpause
"fleißig trainieren, um vielleicht in der Rückrunde angreifen
zu können." Trainer Franke meint, dass Johne dafür vor allem
"seine Technik verbessern muss", und Kunert schickt der Coach in den Kraftraum:
"Körperlich muss er zulegen." Der Mittelfeldspieler hält zaghaft
dagegen. "Rosicky bei Borussia Dortmund ist auch schmächtig, und setzt
sich trotzdem in der Bundesliga durch."
Spätestens nächste Serie möchte er um
einen Stammplatz kämpfen, genau wie Oliver Herber. "Natürlich
wäre es schön, in der Anfangsformation zu stehen. Aber die Konstellation
bei den Torhütern war vor der Saison klar", sagt der Schlussmann,
der sich mit Ignjac Kresic gut versteht. "Er ist ein Typ, der mir weiterhilft
und nicht auf stur stellt und sein Ding durchzieht." Herbers Vertrag läuft
im Sommer aus, aber: "Es gab erste Gespräche, in denen von beiden
Seiten das Interesse bekundet wurde, ihn zu verlängern." Nach der
Winterpause sollte alles klar sein. |